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Sie besuchen einen der ausgebreitetsten Schlosskomplexe in Böhmen, das staatliche Schloss Třeboň ( Wittingau ). Bei der Besichtigung eines kleinen Teiles seiner Interieure werden Sie Gelegenheit haben, sich mit bedeutenden Ereignissen und Epochen bekanntzumachen, die das heutige Aussehen der Stadt und des Schlosses prägten.
Das heutige Aussehen des Schlossareals bestimmten im Grunde Renaissance-Umbauten in der zweiten Hälfte des 16.Jahrhunderts, aber die bauliche Entwicklung des Schlosses begann um einige Jahrhunderte fruher. Erstes Bauwerk im Raume des heutigen Schlosses war ein Herrengehöft, das in der Mitte des 13. Jahrhunderts entstand und dann um 100 Jahre später in eine kleine Burg umgebaut wurde. Die Zeit des grossen Erbluhens von Trebon vom Ende des 15. Jahrhunderts an spiegelt sich auch im weiteren Umbau aus der Zeit nach dem Jahre 1475 wider. Die Feuersbrunst in der Stadt im Jahre 1562 uberfiel auch die Burg und zu dieser Zeit wurden weitlaufige Rekonstruktionen eingeleitet, bei welchen sich die Burg mit Festungscharakter in einen Renaissance Schlosssitz verwandelte. Die erste Etappe wurde vom italienichen Baumeister Antonio Ericera eingeleitet, die zweite etappe leitete im Jahre 1599 ein weiterer Italiener ein, Dominik Cometa aus Eckturm.
Im Jahre 1611, nach dem Tode des letzten Rosenbergers Petr Vok, erbten den Besitz Trebon die Svamberks, sie hatten ihn aber nur ganz kurz. Nach der Schlacht auf dem Weissen Berg im Jahre 1620 aller Besitz konfisziert.
Im Jahre 1660 bekamen den Besitz die Schwarzenberger. Trebon wurde so zum ersten Besitztum dieses deutschen Herrschergeschlechtes in Sudböhmen. Sie beherrschten wirtschaftlich und politisch fast ganz Sudböhmen bis zur Entstehung der Tschechoslowakischen Republik im Jahre 1918. Im Jahre 1945 wurde auf dem gesamten Besitz in Böhmen die Volksverwaltung errichtet.






